Kann ich meinen Hund mit Bindehautentzündung anstecken?

Kann ich meinen Hund mit Bindehautentzündung anstecken?

Eine Bindehautentzündung (oder auch Pink Eye genannt) ist eine sehr unangenehme Sache und entstehen häufig durch das Eindringen von Viren. Aber auch Bakterien können der Auslöser sein. Schnell fasst man an einen Türgriff, wo deren Viren drauf sind, reibt sich danach am Auge und schon hat man die Entzündung.

Juckende und tränende Augen entstehen. Meist geht das nach 10 Tagen weg, ist aber in dieser Zeit ansteckend. Vor allem Menschen mit Allergien und Kontaktlinsen leiden sehr darunter. Einhergehend mit einer Entzündung ist der Augendruck, der für Mensch sehr unangenehm ist.

Man versucht ständig, am Auge zu reiben, weil man das Gefühl hat, dass sich etwas darin befindet.

Und selbstredend auch für den Hund, der ja mehr in der Natur ist und weniger auf seine Hygiene achtet, ist es schnell passiert, dass dieser diese Krankheit bekommt.
Da eben die Krankheit ansteckend ist, überträgt sich diese auch auf das Tier und kann bei Nicht- oder Falschbehandlung bis zur dauerhaften Sehbehinderung führen.



Kann ich meinen Hund mit Bindehautentzündung anstecken? Antwort: Ja

Die Antwort ist leider ja. Die Viren und Bakterien, die eine Bindehautentzündung auslösen sind auch für den Hund schädlich und können von Mensch auf Tier, aber auch andersherum, vom Tier auf den Menschen, übertragen werden.

Doch für die Tiere ist es viel schlimmer. Denn Hunde haben einen vermehrten Tränenfluss oder Hunde, die durch Züchtung engere Tränenkanäle haben und dadurch vermehrt zu Bindehautentzündung neigen.

Noch dazu kommt, dass die Hunde sich eventuell am entzündenden Auge kratzen und somit eine Verletzung am Auge hervorrufen können.

Bindehautentzündung ist hochansteckend und schnell hat man seinen Liebling ungewollt angesteckt. Viren und Bakterien können alleine durch eine Berührung übertragen werden. Deshalb sollte man sich immer gut die Hände waschen und desinfizieren, bevor man seinen Hund anfasst.

Behandlung von Tieren für Bindehautentzündung

In erster Linie sollte man mit dem betroffenen Hund schnellstens zum Tierarzt gehen. Je nach Grad der Entzündung wird dem Tier ein Antibiotika gegeben. Ist die Entzündung sehr leicht, reicht es manchmal auch nur leichte Medikamente oder gar nur Augentropfen oder Augensalbe zu geben.

Liegt jedoch eine Pilzinfektion vor, wird in den meisten Fällen ein Antimykotika gegeben. Bei einer allergischen Bindehautentzündung ist die Vergabe von Kortison, ob in Tablettenform oder einer Salbe, von Nöten.

Achte stets drauf, ob Dein Tier vermehrt blinzelt oder das Auge anschwillt. Auch ein vermehrter Tränenfluss sollte vom Tierarzt angeschaut werden. Lieber zu früh als zu spät zum Veterinär gehen.

So können bleibende Schäden vermieden werden, die da wären

  • Erkrankung der Hornhaut
  • Chronische Erkrankung des Auges
  • Verlust des Augenlichts
  • Schwächung des Tieres im Allgemeinzustand

Wichtig ist natürlich, dass Du die verschriebenen Medikamente vom Tierarzt regelmäßig verabreichst. Versuche auch, sofern es Dein Hund zulässt, das Auge regelmäßig zu säubern. Hier kann Dir ebenfalls Dein Tierarzt hilfreiche Tipps geben.

Aber es langt in den meisten Fällen schon, wenn Du mit einem leicht feuchten Tuch die Augenpartie abtupfst. In dieser Zeit – während der Erkrankung – ist es gut, wenn das Tier keiner Zugluft ausgesetzt ist.

So kann das Auge besser und schneller heilen.

Wie lange dauert so eine Infektion bei Hunden?

Wie beim Menschen auch, dauert eine Bindehautentzündung circa 10 bis 14 Tage ab Behandlung.

Je schlimmer die Infektion oder Entzündung ist, desto länger dauert es. Auch gibt es Hunde, die dann vermehrt am Auge kratzen, was der Besitzer genau beobachten sollte. Um dies zu verhindern, wird meist zusätzlich zu Antibiotika auch Augentropfen gegeben, die ein Jucken verhindern sollen.

Wenn aber alles gut läuft, ist die Erkrankung nach spätestens 14 Tagen ausgeheilt.

Trotzdem sollte man auch nach Ausheilung darauf achten, ob das Tier sich anders verhält:

  • Tränen seine Augen häufiger?
  • Sind die Augen weiterhin geschwollen?
  • Sind die Augen weiterhin gerötet?
  • Juckreiz – der Hund kratzt sich häufig am Auge

Fazit Kann ich meinen Hund mit Bindehautentzündung anstecken?

Wenn Du also eine Bindehautentzündung hast, solltest Du ein paar Hygienevorschriften beachten. Ein Händewaschen, bevor Du Deinen Liebling anfasst, eine Händedesinfektion und ein paar Tage Abstand (leider keine Kuscheleinheiten) sollten Dich und Deinen Vierbeiner schnell wieder heilen.

In allererster Linie solltest Du, wenn Du bemerkst, dass Dein Hund Probleme mit den Augen hat, schnellstens einen Tierarzt aufsuchen. Der kann Dir genau sagen, ob es schlimm oder weniger schlimm ist und welche medikamentöse Behandlung Du dem Hund unterziehen sollst.

Mach keine Experimente und versuche es nicht mit Medikamenten oder Augentropfen, die für Menschen gedacht sind. Das Hundeauge ist empfindlicher und der Organismus des Tieres verträgt nicht alles.

Auch sollte der Hund komplett untersucht werden, denn eine Bindehautentzündung kann auch darauf hindeuten, dass es sich hier um eine Abwehrschwäche handelt, je nach Häufigkeit der Entzündung.



Schreibe einen Kommentar